Die Vielseitigkeit von Federnden Druckstücken

Federnde Druckstücke sind sehr vielseitige Komponenten. Sie sind überall dort im Einsatz, wo Bauteile schnell ein- und ausgebaut oder bewegliche Teile arretiert werden müssen.

Der Name „federnd“ leitet sich aus der Verarbeitung ab. Wenn die Federkraft auf die Kugel oder den Pin kleiner ist als der Druck von außen, dann federt die Kugel oder der Pin nach innen zurück. Dies sorgt für die fixierende oder blockierende Wirkung. Druckstücke erhöhen den Bedienkomfort und werden in verschiedenen Anwendungen eingesetzt:  

1. Positionskontrolle oder Fixierung
Bei Griffen,  Hebeln und Drehknöpfen wird der gewünschte Stand  durch die fixierende Wirkung der Federnden Druckstücke erreicht. Während dem Bedienen „klickt“ die Kugel des Druckstücks in die Aussparung und wird dort fixiert. Das Klicken gibt dem Benutzer Rückmeldung, ob der Knopf, Griff oder Hebel in der korrekten Position steht. Dies beispielsweise bei der Positionierung von Ventilatorengittern, der Displayverstellung von Druckern und bei Herdknöpfen.

Federnde Druckstücke

  

2. Höhen-/ Längenverstellung oder Verriegelung

Häufig werden Höhen- und Längenverstellungen mit einem Federnden Druckstück durchgeführt. Bei der Höhenverstellung der Rückenlehne  eines Bürostuhls wird eine Säule mit vorab definierten Aussparungen entlang der Druckkugel geschoben. Auf dieselbe Art kann auch die Längenposition von einem Kugelsperrbolzen beibehalten werden.

Federnde Druckstücke

 

3. Bei Anschlägen, zum Einrasten oder Abdrücken eines Produktes

Durch die Federnde Eigenschaft des Druckstiftes ist er besonders geeignet zum Einrasten und Abdrücken von Produkten. In Verfahren, in denen Blech mit einer Matrize verbogen wird, können die Druckstücke verwendet werden, um die gebogenen Platten  aus der Matrize zu drücken.

Auch für das Einrasten von Werkstücken mit Federkraft für leichte  Bearbeitungen, Schweißen und Montage sind Druckstücke optimal geeignet.

 Federnde Druckstücke

Druckstück versus Kugel
Der Unterschied zwischen dem Gebrauch von einem Druckstück und einer Kugel besteht in der Form. Oben ist das Druckstück eine Kugel und ansonsten zylinderförmig. Durch die zylindrische Form besitzt das Druckstück eine höhere Scherkraft als die Kugel. Dies führt zu einer besseren blockierenden Wirkung. Durch Eindrücken des Druckstücks ist die Blockierung aufgehoben.
Die Kugel ist vollständig rund und besitzt dadurch eine eingeschränkte Scherkraft. Die Kraft der Feder und der Form der Aussparung in dem Gegenstück bestimmen, wieviel Scherkraft nötig ist, um die Fixierung der Kugel aufzuheben (siehe untere Abbildung). Sowohl die Kugel als auch das Druckstück sind gehärtet, um Verschleiß zu vermeiden.

Scherkraft Druckstücke

Montage
Druckstücke sind, abhängig von der Anwendung, auf verschiedene Arten zu montieren. Druckstücke mit einer glatten Hülse können in ein Montageloch gepresst oder mit der Hand gedrückt werden. Zusätzlich besteht auch die Möglichkeit, die glatte Ausführung während dem Spritzgießprozess zu umspritzen.

Ein Druckstück mit Gewindehülse wird mit einem einfachen Schraubendreher oder Inbusschlüssel in ein Gewindeloch gedreht. Für Sacklöcher gibt es Druckstücke, die mit Hilfe eines speziellen Schraubenschlüssels eingedreht werden können. Um Lösen oder Vibrieren zu vermeiden sind die Druckstücke eventuell mit Muttern zu befestigen. Es gibt jedoch auch Druckstücke mit Gewindesicherung (Long-Lok), bei denen zusätzliche Muttern gegen Lösen oder Vibrationen überflüssig sind.

Montage Druckstücke

 Mit einem speziellen Schraubenschlüssel kann das Druckstück in ein Sackloch gedreht werden.

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